Nütz/Schädlinge

                   Nützlinge und Schädlinge

Hier soll eine Seite über Nützlinge und Schädlinge entstehen, die für den Chilianbau interessant sind. Es wird immer mal wieder aktualisiert, da eine Auflistung und sammeln guter Bilder doch einige Zeit dauert wird. Ich hoffe aber so eine Informative Seite zusammen zu bekommen die vielen Chilianbauern eine Hilfe sein wird. Einen riesen Dank geht an Wolfgang Rutkies und einige User des Chili Forums HOT-PAIN, die mich mit Bildmaterial unterstützen und ohne die eine solche Seite Jahre dauern würde. Die Bilder sind mit den Nicknamen der User versehen. Sollte es denoch einmal zu verletzungen der Fotorechte kommen, schreiben sie mich bitte an, wir klären das. Nochmals vielen Dank dafür.

Man kann mit sehr einfachen Mitteln Nützlinge in seinen Garten ansiedeln. Ideal dafür eignet sich ein Insektenhotel. Das man mit wenigen Materialien selber bauen kann. Hohlkammerstein, Stroh, Schilfrohrschnitt, Tonscherben, Baumrinden usw. eignen sich super für ein Nützlingshotel. Hier mal einige Beispiele wie schön und einfach man sich ein Insektenhotel bauen kann.

  

                                                       Bilder Scoville - Süchtling                                                                          Bild Herbi

   

                                                                                        Bilder Scharfschütze                                                

 

Der Marienkäfer( Nützling)

Im Frühsommer legen die Weibchen bis zu 400 gelbe Eier in Portionen von 10 bis 20 Stück an den Unterseiten von Blättern ab. Nach 7 bis 10 Tagen schlüpfen aus den Eiern die Larven des Marienkäfers. Sie sehen aus wie kleine Käfer und sind äußerst gefräßig. Eine einzige Larve kann zwischen 500-600 Blattläuse verzehren.Dabei wachsen sie sehr schnell. So passt ihnen schon bald ihre Haut nicht mehr und sie wird abgestreift. Insgesamt häutet sich die Larve des Marienkäfers dreimal danach hat sie ihre volle Größe erreicht. Nach drei bis vier Wochen hört die Larve auf zu fressen und befestigt sich selbst am Hinterende an einer Pflanze. In dieser Stellung beginnt sie sich zu verpuppen. Man findet herab hängende oder aufrecht stehende Puppen.
Die Puppe rollt sie sich immer stärker ein und ändert ihre Farbe zu Orange mit dunklen Flecken. Aus der Puppe schlüpft nach 4 bis 10 Tagen der fertige. Marienkäfer. Er ist bereits hungrig und beginnt Blattläuse zu vertilgen. Ihre kräftige Farbe bekommen sie erst nach einigen Tagen. Marienkäfer überwintern in frostsicheren Quartieren, wie hohlen Baumstämmen und Laubhaufen. Marienkäfer werden daher auch als biologische Schädlingsbekämpfungsmittel gezüchtet. Bei Massenauftreten neigen die Marienkäfer auch zum Kannibalismus.

                      Marienkäfer Larve                                          Marienkäfer Verpuppung                                         Marienkäfer

    

                           Bild orange- hot                                               Bild onkelhotti                                              Bild Habbi Metal

             

Die Schwebfliege ( Nützling )

Die Eiablage erfolgt in der Nähe einer Nahrungsquelle der späteren Larven.Die Larvenzeit dauert etwa 8 bis 14 Tage.Etwa 100 Arten in Mitteleuropa sind Blattlausjäger und jagen in der Dämmerung nach ihrer Beute, die sie mit den kräftigen Mundwerkzeugen attackieren und aussaugen. Dabei frisst eine Larve bis zu 100 Blattläuse pro Tag.Ihre Nahrung besteht aus Nektar und Pollen. Daher spielen die Schwebfliegen als Bestäuber eine wesentliche Rolle, so dass sie in den gemäßigten Breiten neben den Bienen (Apoidea) die wichtigste Bestäubergruppe darstellen. Feinden der Schwebfliegen. Die bedeutendsten natürlichen Feinde sind die Schlupfwespen, Erzwespen und Zehrwespen. Natürlich auch die Vögel, Libellen und Raubfliegen.

                Schwebfliege Eier                                         Schwebfliege Larve                                       Schwebfliege Verpuppung

  

              Bild Fazer                                                                                        Bilder Wolfgang Rutkies

                                                                                            Schwebfliege

   

                                                                                              Bilder Wolfgang Rutkies

Florfliege ( Nützling )          

Die Weibchen legen je bis zu 500 Eier einzeln an kleinen Stielchen auf die Pflanzen, meistens in der Nähe einer Blattlauskolonie.  Weibchen können abhängig von Temperatur und Nahrung bis zu 20 Eier pro Tag, insgesamt 400 bis 700 Eier ablegen. Wiederum Temperaturabhängig beträgt die Entwicklungszeit der Eier drei bis zehn Tage.    Die Larven erreichen Längen von 7 bis 8 mm und haben drei Paar Brustfüße. Der Körper ist langgezogen und gelblich-grau gefärbt. Während ihrer Entwicklung, die je nach Temperatur 8 bis 18 Tage dauern kann, fressen sie 200 bis 500 Blattläuse oder bis zu 10.000 Eier und Larven von Spinnmilben. Die meist dämmerungsaktiven Florfliegen ernähren sich von Pollen, Nektar und Honigtau, den sie von Blattläusen, erhalten. Am Tag sitzen sie versteckt unterhalb von Blättern.

             Florfliegen Ei                                                   Florfliegen Larve

  

               Bild Rene Schwabe                                                                           Bilder Bostonbob

                Florfliegen Larve                                                               Florfliege

  

                                                                      Bilder Wolfgang Rutkies

Ohrwurm ( Nützling )

Die Weibchen legen ca. 50 bis 80 Eier, sowohl im Frühjahr, als auch im Herbst in unterirdisch angelegte Bodennester.Die späteren Larven häuten sich in dieser Zeit vier bis fünf mal. Sie sind den ausgewachsenen Tieren ähnlich, aber heller gefärbt und haben keine Flügel. Die nachtaktiven Tiere können fliegen, tun dies aber sehr selten.Sie ernähren sich von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung.Besonders Blattläuse und deren Eier fressen sie gerne.Warum hat der Ohrwurm seine Zangen? Mit denen kann er nämlich die Flügel unter den Flügeldecken hervorziehen, was er aber eher selten macht. Die zweite Aufgabe der Zangen: Sie sind des Ohrwurms Eßbesteck. Mit ihnen fängt er nachts kleine Fliegen und Raupen und steckt sie sich über den Körper hinweg in den Mund.

       Ohrwurm Eier                                                           Ohrwurm

  

                                                                                         Bilder Fazer

 Dickmaulrüssler ( Schädling )

Die Dickmaulrüssler erkennt man leicht durch die typischen kreisförmigen Fraßspuren an den Blatträndern ( Buchtenfrass ). Der Käfer selber richtet keinen so großen Schaden mehr an, er frisst nur an den Blättern. Schlimm dagegen sind die Larven, die fressen gleich nach ihrem schlüpfen die feinen Wurzeln der Pflanzen an.Sie beginnen zu welken, entwickeln sich nicht mehr weiter und können bei einem starken Befall auch absterben. 
Der Dickmaulrüssler ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Schädling. Deshalb fallen einem die eigentlich recht großen Käfer nicht sofort auf, die Fraßspuren an den Blättern befallener Pflanzen sind aber nicht zu übersehen. Spritzmittel helfen eher selten, da der Käfer ein guter Läufer ist und schnell das Revier wechselt. Absammeln in der Dämmerung ist eine möglichkeit.Für die Bekämpfung eignen sich die beiden Nematoden Heterorhabditis und Steinernema. Andere Bodenlebewesen nehmen bei dieser Behandlung keinen Schaden. Der Einsatz der Nematoden erfolgt zielgerichtet nur auf die Dickmaulrüssler-Larven.Selbstverständlich gibt es auch wirkungsvolle chemische Mittel. Dabei sollte vorteilhafterweise ein Mittel verwendet werden, das systemisch wirkt, wie z.B. "Actara G". Natürliche Feinde sind Vögel, Igel, Spitzmäuse usw.

      Dickmaulrüssler Eier                                 Larve                                   Dickmaulrüssler                                      Frassspuren

   

                                                                            Bilder Fazer und Wolfgang Rutkies

Thripse ( Schädling )

Trockne und Warme Luft ist ideal für Thripse. Das Weibschen legt die Eier ca. 20cm tief in die Erde. Erkennen kann man einen Befall an den silbernen Saugspuren auf der Blattoberseite sowie an den vielen braun / schwarzen Kotpünktchen auf den Blättern. Natürliche feinde sind Raubmilben oder Florfliegen Larven. Man kann die Pflanze aber auch abspühlen, entweder mit Wasser oder ein wenig Spühlmittel, so erziehlt man schon einen gut 90% erfolg, muss dies aber öfters wiederholen. Ein Pflanzensud aus Brennessel oder Neem hilft auch.

                           Thripse Larve                                                                       Thripse                                     Thipse Schadbild

   

                                                                                    Bilder Matze und Fazer

Blattläuse ( Schädling )

Die Blattlaus ist ein saugendes Insekt, es gibt grüne, grau/schwarze und rote. Die von Läusen befallenen Blättern rollen oder kräuseln sich, Triebe verkümmern. Ausserdem können sie Viren übertragen die zu Krankheiten führen können, besonders der Rußtaupilz wird übertragen. Die meisten Blattläuse haben keine Flügel, doch bei Nahrungsmangel bilden sich bei der nachkommenden Generation oft Flügel. Besonders warmes und trocknes Wetter ermuntert die Weibchen Eier abzulegen meist zwischen 30 - 100 Stück. Am besten ist es die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen. Meist schlüpfen sie nach 6-13 Tagen und leben nur einige Wochen. Zu den Natürlichen Feinden zählen der Marienkäfer und deren Larve, Gallmücke, Florfliege, Schlupwespe sowie Schwepfliege usw. Hausmittel sind Brennesellsud oder Seifenlösungen mit Spiritus. Natürlich gibt es auch Kontaktgifte, da bin ich aber kein Freund von.

                                                                      Blattläuse

  

                                                              Bilder Carola 008                                                                                Bild onkelhotti

            

Trauermücke ( Schädling )

Die Trauermücken leben von verrottendem organischem Material, die Larven fressen Wurzeln und höhlen Triebe aus. Dadurch können sich Pilzkrankheiten übertragen und die Pflanzenblätter welken. Die dauer vom Ei zur fertigen Trauermücke dauert ca. 3 Wochen. die Mücken leben allerdings nur 4-5 Tage, das reicht aber damit ein Weibschen gut 160 Eier ablegen kann. Die Trauermücke bevorzugt ein warmes, feuchtes Klima. Man kann die Trauermücke mit Gelbtafeln bekämpfen oder eine Sandschicht auf die Erde streuen, aber da sollte man aufpassen das die Erde noch abtrocknen kann und es sollte kein Kalk im Sand vorhanden sein. Auch eine Schale mit Sojamehl aufstellen soll sehr gut sein zur Bekämpfung.

                

                                                 Bild Insanity                                                                         Bild Wolfgang Rutkies      

 

Wer Pflanzen anbaut hat auch des öfteren mit Schädlingen zu kämpfen, man kann dagegen mit spitzen vorgehen, was aber nur den momentanen Zustand bekämpft und nicht das problem löst. Ich bin eh kein Freund des spitzens. Wichtiger ist es meiner Meinung nach zu wissen was Schädlinge mögen und was nicht um ihnen die Grundlage einer Vermehrung oder überhaupt ein entstehen der Plage zu verhindern. Meist haben wir es mit 5 Schädlingen zu schicken die uns das leben als Chilibauer zu schaffen machen. Thripse- Blattläuse-Spinnmilben-Trauermücken und die weise Fliege. Nun kommt das problem für uns  Thripse, Blattläuse und Spinnmilben mögen es warm und trocken, Trauermücken und die weise Fliege mögen es feucht und normal bis warm an Temperatur, was also machen. Erst mal eingrenzen wer den schlimmsten schaden verursachen kann und das ist eindeutig die Spinnmilbe, also liegt erst einmal hier unsere größte gefahr auch spritzmittel kommen hier an ihre Grenzen, den die Spinnmilbe hat drei stadien Eier, larve und Milbe. Mit einem Mittel bekämpft man die Milben, aber nicht die Eier oder larven . Blattläuse schädigen nur wen sie überhand nehmen auch die Thripse. Die Trauermücke und weise Fliege dagegen sind eher lästig und ihr schaden hält sich gering und schädigt die pflanze nur wen es zu einer invasion kommt. Also lassen wir die Trauermücken und weise Fliege mal links liegen, das problem löst sich meist von selber wen man etwas weniger gießt und für eine gute Lüftung sorgt in der Growbox oder im GWH. Unsere Hauptfeinde mögen es also warm und eher trocken gerade um die Winterzeit schlagen sie zu Heizungsluft ( trockenes klima ) im Raum begünstigen diese Schädlinge. Man sollte die temperatur nicht über 25 Grad halten und die Luftfeuchtigkeit nicht unter 50% fallen lassen zumindest nicht für länger. Ab einer gewissen größe im Growschrank oder später im GWH sollte man die pflanzen jeden Abend mit einem feinen Drucksprüher einnebeln die Blätter von oben und unten Wichtig dabei die Erde schützen, den die soll nicht zu nass werden. Somit kommt man recht gut über die Anzuchtszeit. Ab Mai geht es dann raus in den Garten oder ins GWH. Da wird es etwas schwieriger. Da ist es besser den Schädlingsbestand zu minimieren, den meist komplett ohne geht nicht. Ist die pflanze gesund schafft sie es auch ohne probleme. Hier ist die schlimmste Zeit von Mai bis anfang Juni dort schwärmen die Schädlinge aus und ihre feinde die Nützlinge kommen meist erst ab Juni. Deshalb sollte man in den ersten Monaten Mai/Juni die Pflanzen gut beobachten und sie immer mal wieder einnebeln. Es hängt auch viel von der Witterung ab ist das Wetter trocken warm haben wir mehr probleme. Aber auch draussen können wir einiges machen wen es zu trocken ist auch hier die Pflanzen einnebeln. Es ist quasie die ersten zwei Monate immer ein kleiner Kampf Blattläuse kommen, also abduschen und kontrollieren solange es keine Plage ist kommen die pflenzan sehr gut damit zurecht und wie gesagt sobald die Nützlinge kommen ab Juni helfen sie uns und die Schädlinge werden ab dann weniger. ich persöhnlich komm so schon seit einigen jahren sehr gut klar auch ohne spritzen. Aber das muss jeder selber für sich entscheiden was er machen möchte. Ich find halt das einige Mittel die Pflanze mehr schwächen als die Schädlinge selber. Vorbeugen ist das A und O   und nicht erst Handeln wen es schon passiert ist.    

 

Zikaden

Zikaden sind Tarnungsspezialisten und können sich sehr gut Ihrer Umgebung anpassen. Zikaden stechen Pflanzenteile an und saugen aus den Leitungsbahnen den Zuckerhaltigen Saft. Sie hinterlassen Saugstellen die auch an Blattläuse erinnern. Durch diese Stellen können später Viren und Bakterien eindringen. Natürliche Feinde der Zikaden sind Spinnen, Wanzen, Ameisen und Vögel.

                                                            

Wird immer wieder erweitert!